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Alltag · · 4 Min. Lesezeit

Wenn Hoffnung zur Dunkelheit wird - Die Geschichte hinter Where Hope Dies

Manchmal schreibt man eine Geschichte. Und manchmal schreibt die Geschichte etwas aus einem heraus, von dem man nicht einmal wusste, dass es dort verborgen liegt.

Wenn Hoffnung zur Dunkelheit wird - Die Geschichte hinter Where Hope Dies

Als ich angefangen habe, Where Hope Dies zu schreiben, hatte ich eine Vorstellung davon, wohin sich die Geschichte entwickeln sollte. Ich wusste, dass Hope nach den Ereignissen des ersten Bandes nicht mehr dieselbe sein würde und dass ihre Zukunft alles andere als einfach werden würde.

Was ich allerdings nicht erwartet hatte, war, wie düster dieses Buch tatsächlich werden würde.

Und damit meine ich nicht nur Hope.

Eine Protagonistin, die ihren eigenen Weg eingeschlagen hat

Es war nie mein Plan, Hope so dunkel werden zu lassen.

Natürlich sollte sie sich verändern. Schließlich hinterlassen die Dinge, die sie erlebt hat, Spuren. Aber irgendwann habe ich beim Schreiben festgestellt, dass ihre Entwicklung eine Richtung eingeschlagen hatte, die ich selbst nicht vollständig vorhergesehen hatte.

Hope wurde zu einer Figur, die mich überrascht, herausgefordert und manchmal sogar erschreckt hat.

Doch je weiter ich geschrieben habe, desto deutlicher wurde mir, dass diese Entwicklung zu ihrer Geschichte gehört.

Ich wollte sie nicht in eine Richtung zwingen, nur weil ich ursprünglich etwas anderes geplant hatte.

Nicht nur Hope wurde dunkler

Was mich an Where Hope Dies am meisten überrascht hat, war tatsächlich das Gesamtpaket.

Denn während Hope sich veränderte, wurde auch die Welt um sie herum immer düsterer. Konflikte wurden komplexer, Entscheidungen folgenreicher und Fragen nach Macht, Verantwortung und Menschlichkeit bekamen einen immer größeren Stellenwert.

Dabei haben auch politische und gesellschaftliche Themen ihren Weg in die Geschichte gefunden, die uns in der realen Welt beschäftigen.

Das war für mich eine besondere Erfahrung, weil ich irgendwann festgestellt habe, dass meine erfundene Welt gar nicht so weit von unserer eigenen entfernt ist, wie ich ursprünglich gedacht hatte.

Natürlich bleibt Where Hope Dies eine fantastische Geschichte. Aber hinter der Magie, den Konflikten und der Dunkelheit stecken Fragen, die auch außerhalb eines Romans Bedeutung haben.

Wenn Liebe nicht ausreicht

Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die in dieses Buch eingeflossen sind, ist gleichzeitig eine, die ich in meinem eigenen Leben machen musste:

Liebe reicht nicht aus, um alles zu verzeihen.

Ich glaube, dass uns Geschichten manchmal vermitteln, Liebe könne jede Wunde heilen, jedes Vertrauen wiederherstellen und jede Entscheidung rechtfertigen.

Aber so einfach ist es nicht.

Man kann einen Menschen lieben und trotzdem verletzt sein. Man kann Gefühle für jemanden haben und dennoch erkennen, dass bestimmte Grenzen überschritten wurden.

Und manchmal bedeutet Liebe eben nicht, dass alles wieder gut wird.

Diese Erkenntnis hat auch die Beziehungen und Konflikte in Where Hope Dies geprägt.

Nicht jede Verletzung verschwindet durch ein Liebesgeständnis. Nicht jede Entscheidung lässt sich rückgängig machen. Und nicht jede Figur kann einfach vergessen, was geschehen ist.

Mir war wichtig, dass meine Charaktere diese Konsequenzen tragen dürfen.

Ein Buch voller ungeplanter Gefühle

Was ich erst während des Schreibens richtig verstanden habe, war, wie viel von meinen eigenen Gefühlen in dieser Geschichte steckt.

Ich habe vieles unbewusst verarbeitet.

Erfahrungen, Gedanken und Emotionen, die mich beschäftigt haben, fanden ihren Weg zwischen die Seiten, ohne dass ich mich bewusst hingesetzt und beschlossen hätte, darüber zu schreiben.

Und ja, dabei sind viele Tränen geflossen.

Es gab Momente, in denen mich meine eigenen Szenen emotional vollkommen mitgenommen haben. Nicht ausschließlich wegen der Figuren oder ihrer Schicksale, sondern auch, weil ich irgendwann erkannt habe, wie persönlich manche Gedanken hinter diesen Szenen tatsächlich waren.

Schreiben war in diesen Momenten mehr als das Erzählen einer Geschichte.

Es war eine Möglichkeit, Gefühle zuzulassen, ihnen Raum zu geben und sie auf eine Weise auszudrücken, für die mir außerhalb meiner Bücher manchmal die Worte fehlten.

Mehr als nur eine Fortsetzung

Where Hope Dies ist für mich deshalb nicht einfach nur der zweite Band einer Reihe.

Es ist ein Buch, das mich selbst überrascht hat. Eine Geschichte, die größer, dunkler und emotionaler geworden ist, als ich ursprünglich erwartet hatte.

Ich habe beim Schreiben nicht nur meine Figuren besser kennengelernt, sondern auch einiges über mich selbst verstanden.

Und vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum mir dieses Buch so viel bedeutet.

Am 20. November 2026 erscheint Where Hope Dies.

Ich bin gespannt, wie ihr diese Geschichte erleben werdet, welche Fragen sie bei euch aufwirft und ob ihr zwischen all der Dunkelheit vielleicht auch etwas entdeckt, das euch persönlich berührt.

Denn manchmal liegt die größte Wahrheit einer erfundenen Geschichte in den Gefühlen, die tatsächlich erlebt wurden.

Eure Emily Rose 🥀🖤

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